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Nachwuchsforscher mit großem Interesse an 3D-Mikrofabrikation

10. Mai, 2019

Nachwuchsforscher der „jungen DPG“ zu Besuch bei Nanoscribe

Wie ein Hightech-Unternehmen die Ergebnisse wissenschaftlicher Grundlagenforschung marktreif entwickeln und mit Erfolg weltweit vertreiben kann, das konnten die Mitglieder der „jungen DPG“ bei Nanoscribe hautnah erleben. Die Nachwuchsforscher machten im Zuge eines Netzwerktreffens Station bei Nanoscribe. Dem als Spin-Off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gegründete Unternehmen ist es gelungen, das Konzept der Zwei-Photonen-Polymerisation innerhalb weniger Jahre zur industriereifen Technologie für die 3D-Mikrofabrikation zu entwickeln.

Den Studierenden wurden die vielfältigen Möglichkeiten aufgezeigt, die sich mit den 3D-Druckern von Nanoscribe eröffnen: Prototypenfertigung von hochpräzisen Mikrobauteilen, deren Kleinserienfertigung sowie Prozesse für die Serienproduktion über Replikationsverfahren. Die gedruckten Strukturen können direkt als Polymer-Master für replizierende Verfahren genutzt werden, beispielsweise für Mikrooptiken in der Sensorik oder mobilen Geräten.

Im DemoLab von Nanoscribe konnten sich die Besucher live von dem einfachen Workflow des 3D-Druckers Photonic Professional GT2 sowie der extremen Präzision und Oberflächengüte der gedruckten Mikrostrukturen überzeugen. Darunter filigrane Optiken mit submikrometergenauen Details sowie diffraktive optische Elemente (DOE), die beispielsweise im Bereich der Fälschungssicherheit von Produkten sowie in optischen Messsystemen eine immer größere Rolle spielen. Während die Herstellung mehrstufiger DOEs mit herkömmlichen planaren Lithografie-Verfahren viele Prozessschritte erfordern, ermöglicht der 3D-Drucker Photonic Professional GT2 eine schnelle und hochpräzise Fertigung von funktionalen DOE-Prototypen oder Polymer-Mastern in einem Druckvorgang.

Links: Live-Demonstration des 3D-Drucks von Mikrostrukturen mit dem Photonic Professional GT2.
Rechts: Die hohe Präzision der Mikrooptiken zeigt sich unter dem Mikroskop.

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Das mit einer Laserquelle durchleuchtete DOE zeigt ein präzises, charakteristisches Beugungsmuster.

Die Besucher waren beeindruckt von der Präzision des Beugungsmusters, das bei Durchleuchtung mit einem Laser sichtbar wird. Martin Hermatschweiler, Geschäftsführer von Nanoscribe, schätzt die Interaktion mit den Nachwuchsforschern. „Hier treffen sich junge Menschen, die sich für die Innovations- und Gestaltungsmöglichkeiten mit unserer Technologie interessieren. Gerne bieten wir ihnen die Möglichkeit, diese auch live zu erleben,“ sagt Hermatschweiler. „Außerdem ist eine solche Veranstaltung eine schöne Gelegenheit, Nanoscribe als attraktiven Arbeitgeber kennenzulernen“, fügt er hinzu.

Mit knapp 4.000 Mitgliedern und über 200 Veranstaltungen pro Jahr zählt die junge DPG zu den größten und aktivsten Vereinigungen der DPG.


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