Pressemeldung


10 Jahre Nanoscribe

12. Dezember, 2017

Heute vor exakt 10 Jahren wurde die Nanoscribe GmbH gegründet und hat sich seitdem als Markt- und Technologieführer im Bereich des 3D-Drucks auf der Nano- und Mikrometerskala etabliert. Mit mehr als 1.000 Nutzern und bereits seit drei Jahren zweistelligen Millionenumsätzen zählt die Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zu einer der erfolgreichsten Hightech-Firmengründungen Deutschlands der vergangenen Jahre.

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Nanoscribe_Gründer_Gesellschafter

Bestens aufeinander abgestimmte Gesamtlösungen bestehend aus Geräten, Software, maßgeschneiderten Materialien und zugehörigen Prozessen ermöglichen den Nutzern den Zugang zu gänzlich neuen, zukunftsweisenden Applikationen z.B. im Bereich der Optik, Informations- und Kommunikationstechnologie oder Medizintechnik. Diverse Honorierungen wie das Erreichen des Finales des Deutschen Gründerpreises oder der Prism Award belegen die außerordentliche Leistungsfähigkeit dieser hochpräzisen 3D-Drucker für Strukturen, deren feinste Details weniger als ein Tausendstel eines Millimeters betragen.

Nanoscribe setzt neue Standards in der Mikrofabrikation. Anwender finden sich in wissenschaftlichen Einrichtungen sowie stark zunehmend in der Industrie. Während im Makroskopischen oft eine Vielzahl von Technologien zur Herstellung dreidimensionaler Objekte existieren, ist Nanoscribes Technologie auf der Mikrometerskala in vielen Fällen alternativlos. „Unsere Kunden erhalten die Möglichkeit, bahnbrechende Ideen zu verwirklichen, die zuvor unerschließbar waren. Großes Interesse aus der Industrie kommt unter anderem aus den Bereichen Optik und Photonik oder Medizintechnik.“, so Geschäftsführer (CEO) und Mitgründer Martin Hermatschweiler.

Dieses Potenzial hatte die Carl Zeiss AG (ZEISS) sehr früh erkannt und das heutige Unternehmen bereits in der Vorgründungsphase begleitet. Im September 2008 erwarb ZEISS Anteile am Unternehmen und steht Nanoscribe bis heute in vielfältigen Fragen beratend zur Seite. „Darüber hinaus freuen wir uns über den Umzug unseres Headquarters in ein neues Gebäude vor den Toren des KIT, voraussichtlich in 2019. ZEISS plant den Bau eines 30 Mio. Euro teuren Innovation Hubs für junge High-Tech Unternehmen“, so der Geschäftsführer über die Zukunftspläne der Firma.

„Eine enge Verzahnung zwischen Wissenschaft und Industrie ist für uns von unschätzbarem Wert. Kooperationen, z.B. im Rahmen von BMBF-geförderten Projekten, schaffen die Grundlagen für Innovationen von morgen.“, so der Leiter der Forschung und Entwicklung (CSO) und Gründungsmitglied Dr. Michael Thiel, der laut Technology Review in 2016 zu den erfolgreichsten Innovatoren unter 35 Jahren zählt und im selben Jahr mit dem European CTO of the Year Award ausgezeichnet wurde.

Um einer disruptiven Technologie den Durchbruch zu ermöglichen, bedarf es Pionierarbeiten durch bestens ausgebildete Mitarbeiter insbesondere aus den Naturwissenschaften und dem Ingenieurwesen. Von den heute 54 Beschäftigten verfügt ein Viertel der Mitarbeiter über eine abgeschlossene Promotion. „Der Anteil der Forschung und Entwicklung (F&E) ist für ein junges High-Tech Wachtumsunternehmen von größter Bedeutung. Dies spiegelt sich darin wieder, dass knapp 40% der Belegschaft in der F&E tätig sind“, so Thiel. Gesamtheitliche Lösungen anzubieten bedeutet breite Kompetenzen aufzubauen und miteinander synergetisch zu verzahnen. Diese Herausforderung hat Nanoscribe in den letzten fünf Jahren mit einem mittleren Personalwachstum von 25% pro Jahr sehr erfolgreich gemeistert.

Initiator der Gründung Prof. Dr. Martin Wegener, Professor am Institut für Angewandte Physik und Direktor am Institut für Nanotechnologie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): „Wir holten die noch unbekannte Technologie der Zwei-Photonen-Polymerisation aus einer wissenschaftlichen Nische. Aufgrund vielfältiger Interessensbekundungen bei zugleich hoher technischer Komplexität, kam uns die Idee, diese Leistungsfähigkeit als kommerzielles Produkt Laboren weltweit verfügbar zu machen.“ Erst zehn Jahre zuvor hatte erstmals die japanische Forschergruppe um Prof. Satoshi Kawata an der Osaka University den experimentellen Nachweis erbracht – die technische Grundlage der heute in über 30 Ländern genutzten 3D-Drucker von Nanoscribe. Die Internationalität der Kunden spiegelt sich auch im Unternehmen wider – 13 verschiedene Nationalitäten kommunizieren zumeist auf Englisch miteinander.

Prof. Dr. Georg von Freymann ist überzeugt, dass es für die additive Mikrofabrikation weiterhin viele Felder zu erschließen gibt. Der mitgründende heutige Professor an der TU Kaiserslautern und Leiter des Zentrums für Materialcharakterisierung und -prüfung am Fraunhofer Institut ITWM in Kaiserslautern verfolgt gespannt, welche neuen Anwendungen die Nanoscribe Kunden damit generieren. „Nahezu jede Woche stoße ich auf eine neue Applikation, sei es im Bereich der Biowissenschaften, der Mikrorobotik oder der Metamaterialien. Bereits drei Ausgründungen aus der Wissenschaft heraus basieren auf der Nutzung der neuartigen Möglichkeiten der Nanoscribe Technologie.“ Bis heute sind mehrere hundert wissenschaftliche Publikationen unter Anwendung der Nanoscribe Geräte entstanden, darunter gleich mehrere Veröffentlichungen in Science.

Hermatschweiler resümiert: „Wir haben in allen Bereichen die Voraussetzungen für kräftiges Wachstum geschaffen. Mit der Errichtung von Niederlassungen im Raum New York sowie Shanghai werden wir zudem näher an unsere Kunden in Amerika sowie Asien rücken. Laut Bill Gates neigen die meisten Leute dazu, zu überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können und zu unterschätzen, was sie in zehn Jahren leisten können. In diesem Sinne blicken wir gespannt voraus auf weitere zehn Jahre Firmengeschichte.“

 

Ein Kurz-Portrait der Gründer und Gesellschafter finden Sie hier zum Download.

Bildunterschrift: 10 Jahre Nanoscribe: Die Gründer Dr. Michael Thiel (CSO) und Martin Hermatschweiler (CEO) leiten die operativen Geschäfte der Nanoscribe GmbH. (v.li.n.re.)